Akademie-Coaching.de

Münchner Akademie für pferdegestütztes Coaching

Persönlichkeitsentwicklung mit Pferden als Motivator und Feedbackgeber
in Vaterstetten / München - Ost / Bayern

Fünf Führungskräfte, ein Weltkonzern, perfekt vorbereitet. Jeder hatte seine Agenda durchdacht, seine Ziele formuliert, seine Rolle im Griff.

Fünf Führungskräfte eines Weltkonzerns standen bei uns auf dem Reitplatz.

Alle zuvorkommend, leicht aufgeregt, humorvoll – und trotzdem passierte erst einmal: nichts.

Die Pferde blieben höflich distanziert.
Keine Ablehnung.
Aber auch keine echte Resonanz.
Die Pferde machten Dienst nach Vorschrift, waren aufmerksam, aber ohne Interesse, sich wirklich anzuschließen.

Das passiert gar nicht so selten.
Also begann ich nachzufragen.
„Was fühlen Sie gerade wirklich?“
Erst Irritation.
Dann Schweigen.

„Wir sind doch professionell hier“, sagte einer.

Ich fragte noch einmal anders:
„Was würden Sie sagen, wenn es keine Konsequenzen hätte?“

Langsam kamen andere Worte.
Überforderung.
Ärger.
Erschöpfung.
Zweifel.

Keine großen Gesten.
Nur ehrliche Sätze.

Und in diesem Moment passierte etwas Interessantes.
Die Pferde wurden aufgeschlossener, leistungsbereiter, vertrauensvoller.

Als hätte sich plötzlich ein Kanal geöffnet.
Was wir im Arbeitskontext oft Professionalität nennen, wirkt auf Pferde manchmal wie Distanz.

Nicht als Schutz –
sondern als Abwesenheit.

Pferde reagieren sehr klar darauf, ob jemand wirklich da ist.
Nicht perfekt.
Aber echt.

Und meine Erfahrung ist: Menschen reagieren letztlich sehr ähnlich.
Führung beginnt deshalb selten bei der perfekten Strategie.

Sondern bei der Frage, ob jemand spürbar ist.
Eine Frage, die ich Führungskräften danach oft stelle:
Arbeitet Ihr Team mit Ihnen –
oder mit der Rolle, die Sie spielen?

Forschung zur psychologischen Sicherheit – unter anderem von Brené Brown – zeigt etwas Ähnliches:
Teams arbeiten offener, innovativer und vertrauensvoller, wenn Führungskräfte bereit sind, auch Unsicherheit oder Zweifel anzusprechen.
Nicht als Schwäche.
Sondern als Echtheit.

Mich interessiert eine Erfahrung aus Ihrer Praxis:
Wann hat Ehrlichkeit in Führung bei Ihnen plötzlich etwas verändert?