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Münchner Akademie für pferdegestütztes Coaching

Persönlichkeitsentwicklung mit Pferden als Motivator und Feedbackgeber
in Vaterstetten / München - Ost / Bayern

Der größte Fehler in der Geschichte der Penicillin-Entdeckung? Alexander Fleming vergaß 1928 eine Petrischale im Labor, bevor er in den Urlaub fuhr. Als er zurückkam, war alles verschimmelt – und die moderne Antibiotika-Medizin geboren.

 

Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen – oder: Die größten Durchbrüche beginnen oft wie ein Fehler.

Alexander Fleming vergaß 1928 eine Petrischale im Labor. Als er zurückkam, war sie verschimmelt. Die meisten hätten sie entsorgt. Er nicht. Er blieb stehen. Schaute genauer hin. Der Schimmel hatte die Bakterien rundherum abgetötet.

Was dann folgte, war kein plötzlicher Durchbruch, sondern ein langer, mühsamer Weg: Das Penicillin war instabil. Schwer zu isolieren. Kaum zu produzieren. Jahre vergingen, bis andere Forscher es weiterentwickelten, reinigten und schließlich nutzbar machten. Keine Garantie. Keine Sicherheit. Nur die Entscheidung, dem nachzugehen, was da zufällig entstanden war.

Nicht alles, was vom Plan abweicht, ist ein Fehler. Manches ist einfach noch nicht verstanden.

Bei 3M entwickelte Spencer Silver einen Klebstoff, der eigentlich der zukünftige Superkleber werden sollte. Er war es nicht. Zu schwach. Zu wenig Haftung. Jahrelang blieb er liegen — nicht gut genug, um ihn zu nutzen. Aber auch nicht schlecht genug, um ihn ganz zu verwerfen.

Bis Art Fry ein ganz anderes Problem hatte. Im Kirchenchor rutschten ihm ständig die Lesezeichen aus dem Gesangbuch. Nichts Dramatisches. Aber genau die Art von Problem, die immer wieder auftaucht. Er erinnerte sich an diesen „gescheiterten" Kleber.

Die Post-it-Note war geboren. Nicht, weil alles funktioniert hat. Sondern weil jemand einen Umweg ernst genommen hat.

 

Und dann ist da noch Percy Spencer — eine Geschichte von einem schmelzenden Schokoriegel, die etwas mit der Erfindung der Mikrowelle zu tun hat. Darauf komme ich in einem anderen Post zurück.

Was diese Geschichten verbindet, ist für mich nicht Genialität. Es ist etwas deutlich Leiseres: die Bereitschaft, nicht sofort zu bewerten.

Ich schreibe das gerade in einem ICE, der an meinem geplanten Halt vorbeigefahren ist. Der Blick aus dem Fenster: überraschend schön. Mein ursprünglicher Plan: eher nicht mehr zu retten. Ich ertappe mich dabei, wie ich denke: Vielleicht ist das genau so ein Moment.

Und gleichzeitig ahne ich: Die Wahrscheinlichkeit, dass hier gerade ein medizinischer Durchbruch entsteht, ist eher überschaubar. Aber Schreiben und aus dem Fenster schauen hat Spaß gemacht.

Wann ist dir zuletzt etwas „schiefgegangen" – und im Nachhinein genau richtig gewesen?

Manchmal braucht es einen Umweg, um zu sehen, was wirklich möglich ist. Genau das ist der Ausgangspunkt unserer Arbeit.

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