Akademie-Coaching.de

Münchner Akademie für pferdegestütztes Coaching

Persönlichkeitsentwicklung mit Pferden als Motivator und Feedbackgeber
in Vaterstetten / München - Ost / Bayern

Veränderung scheitert selten daran, dass Menschen zu wenig wissen.

Veränderung scheitert selten daran, dass Menschen zu wenig wissen.
Sie scheitert oft daran, dass der Körper noch in der alten Erfahrung lebt.

Eine Führungskraft steht in der Koppel, hat gerade ein zweitägiges Seminar zu „agiler Führung" hinter sich. Sie möchte offener kommunizieren, mehr delegieren. Das Pferd weicht aus. Immer wieder. Sie erklärt mir ihren Plan, ihre Einsichten, ihre Vorsätze. Alles sitzt. Kognitiv. Nur: Ihre Schultern sind oben, der Atem flach, die Hand fest um den Strick. Der Körper sendet ein anderes Signal. Das Pferd empfängt nicht den Vorsatz, sondern die Anspannung.

Eine Führungskraft steht in der Koppel, hat gerade ein zweitägiges Seminar zu „agiler Führung" hinter sich.

Wir unterschätzen, wie tief alte Muster im Nervensystem verankert sind. Wer jahrelang unter Kontrolldruck stand, trägt das in der Muskulatur. Wer gelernt hat, Unsicherheit zu überspielen, hält buchstäblich den Atem an. Das Wissen um neue Wege ist da. Aber der Körper braucht eigene Erfahrungen, um umzulernen. Wiederholung. Sicherheit im Neuen. Zeit.

Veränderung ist keine Argumentationskette. Sie ist ein somatischer Prozess.

Die Polyvagal-Theorie beschreibt präzise, was hier geschieht: Unser Nervensystem scannt permanent nach Sicherheit oder Bedrohung – unterhalb der bewussten Wahrnehmung. Solange der Körper im Alarmmodus verharrt, bleiben Schultern, Atem und Griff angespannt. Erst wenn das Nervensystem Sicherheit registriert, wird Öffnung möglich. Nicht durch Überzeugung. Durch wiederholte körperliche Erfahrung von Entspannung in der neuen Situation. Das Pferd spiegelt nur, was noch nicht angekommen ist.

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