Akademie-Coaching.de

Münchner Akademie für pferdegestütztes Coaching

Persönlichkeitsentwicklung mit Pferden als Motivator und Feedbackgeber
in Vaterstetten / München - Ost / Bayern

Montagmorgen. Die Führungskraft erzählt von der Projektverzögerung. Leider. Aber zum Glück, sagt sie dann — weil wir so gemerkt haben, wo die echten Engpässe sind.

Montagmorgen. Die Führungskraft erzählt von der Projektverzögerung. Leider. Aber zum Glück, sagt sie dann — weil wir so gemerkt haben, wo die echten Engpässe sind.

Ramses steht am Paddock und wartet. Der Teilnehmer führt ihn durch den Parcours. Leider bleibt das Pferd immer wieder stehen. Zum Glück — denn genau da wird sichtbar, dass seine Signale unklar sind. Leider muss er die Übung wiederholen. Zum Glück merkt er jetzt, wie viel klarer er beim zweiten Mal führt.

Zum Glück — denn genau da wird sichtbar, dass seine Signale unklar sind.

Das „Leider-zum-Glück"-Spiel ist kein positives Denken. Es ist ein Perspektivwechsel-Training. Wer es nutzt, fragt nicht: War das gut oder schlecht? Sondern: Was wird dadurch möglich? Führungskräfte, die das können, reagieren weniger automatisch. Sie sehen Verzögerungen als Lernmomente. Widerstände als Hinweise. Fehler als Informationen. Das Pferd macht diesen Mechanismus sofort erfahrbar — weil es auf den tatsächlichen Zustand reagiert, nicht auf die Bewertung.

Leider gibt es keine Abkürzung. Zum Glück lernt man dadurch, was wirklich wirkt.

In der Psychologie nennt man diese Haltung Reframing — die bewusste Neurahmung einer Situation. Nicht um sie schönzureden, sondern um handlungsfähig zu bleiben. Wer reframen kann, erweitert seinen Möglichkeitsraum. Das Pferd zeigt, ob das Reframing echt ist oder nur Kopfsache.

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