„Warum traurig sein, wenn man Essen mit Käse überbacken kann?"
Das sagte gestern ein Freund zu mir. Aus Spaß.
Und trotzdem musste ich an eine Situation aus einem Event denken.
Und trotzdem musste ich an eine Situation aus einem Event denken.
Ein Führungsteam. Kurz vor der Mittagspause. Ein schwieriges Thema steht im Raum.
Jemand sagt: „Wir müssen darüber reden."
Alle nicken ernst. Keiner bewegt sich. Die Stimmung wird dichter.
Dann fragt einer: „Oder wir essen erst mal?"
Und plötzlich atmen alle aus.
Manchmal ist das der klügste Führungsimpuls im Raum. Nicht jedes Problem wird besser, nur weil wir sofort hineingehen. Nicht jede Spannung braucht direkt ein Krisengespräch.
Manchmal braucht ein Team zuerst etwas sehr Einfaches: Wärme. Pause. Boden unter den Füßen. Einen Teller Essen. Ein bisschen weniger Drama.
Manchmal braucht ein Team zuerst etwas sehr Einfaches: Wärme.
Das ist keine Verdrängung. Das ist Regulierung.
Denn wer dauerhaft im Alarm entscheidet, macht Probleme selten kleiner. Er macht nur sein Nervensystem müder. Und das seines Teams gleich mit.
Ramses zeigt mir das immer wieder sehr klar. Wenn ich angespannt zu ihm komme, wird auch er wacher, fester, vorsichtiger. Komme ich ruhiger, wird die Begegnung leichter.
Vielleicht ist Führung manchmal genau das: Nicht sofort lösen. Sondern erst einmal dafür sorgen, dass alle wieder atmen können.
Erst runterregulieren. Dann handeln.
Dieser Artikel hat Sie angesprochen? Im Coaching gehen wir gemeinsam einen Schritt weiter.
→ Erstgespräch vereinbaren